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Betriebsberatung aus rechtlicher Sicht:

Basel II, und jetzt?



Während "Basel I" vorsah, dass Banken eine Pauschale der geleisteten Kreditsummen in Form von Eigenkapital zur Sicherheit hinterlegen mussten, wird nach "Basel II" differenziert: Je besser der Kreditnehmer von der kreditgewährenden Bank bewertet wird, desto weniger Kapital muss die Bank selbst binden.

Dahinter verbirgt sich, dass die Bank, je nach Bewertung des Kunden, ihrerseits verpflichtet ist, weniger Kapital zu binden. Nur in dem Fall, in dem die Bonität des Unternehmens entsprechend bewertet wird, kann also ein niedriger Zins an den Kreditkunden weitergegeben werden.

Die Bewertung des Kreditkunden erfolgt dabei nach verschiedenen Parametern, die im weitesten Sinne die Unternehmensorganisation betreffen. Beispiele könnten sein:

Gibt es Risk-Management?
Gibt es Forderungsmanagement?
Gibt es Personalmanagement?
Gibt es IT-Management?
Ist die Unternehmensnachfolge geregelt?
Wie sehen die Abschlüsse der letzten Jahre aus?
Gibt es überhaupt eine vollständige Dokumentation?
was bewirkt die Einführung einer Betriebsrente?
und vieles mehr.

Alle Unternehmen werden sich bei einer Kreditvergabe also mit der Frage konfrontiert sehen: "Wie sieht denn Ihr internes Management aus?" Davon hängt nämlich nicht nur die Entscheidung zur Kreditvergabe an sich ab, sondern auch die viel wichtigere Frage: Welche Zinshöhe wird die Bank verlangen? Und diese Frage ist nicht erst ab dem Jahr 2007 akut, denn Kreditgeber werden sich die Bilanzen und Unternehmensorganisations-nachweise der letzten Jahre zeigen lassen.

Basel II beginnt nicht erst 2007, wir sind schon mittendrin
Die Kreditbeantragung und -verhandlungen werden daher vor allem für diejenigen schwer werden, die sich vorher nicht mit ihrer Bonität befasst haben. Denn sie werden es spätestens bei dem Kreditantrag tun müssen, und zwar dann mit einer gezwungenermaßen sehr kurzen Zeitvorgabe, die durch die kreditgewährende Bank bestimmt wird. Es lohnt sich also, rechtzeitig tätig zu werden.

Und jetzt?
"Basel II" könnte als Bedrohung aufgefasst werden. Basel II birgt aber auch eine Chance für Unternehmen, ihre Organisation zu modernisieren und damit kurz- und mittelfristig konkurrenzfähig zu bleiben, ihre Liquiditätslage zu verbessern, innovativ zu sein und zu bleiben etc., je nachdem, welche Parameter verändert werden.

Übrigens: Ab dem 01.04.2005 macht auch die Kreditanstalt für den Wiederaufbau (KfW) bei gewerblicher Kreditvergabe den zu leistenden Zinssatz von betriebswirtschaftlichen Faktoren abhängig ("Risikogerechte Zinsen"). Insoweit weht auch hier "Basel II"-Wind. Ein weiterer Grund, hier tätig zu werden.

(c) 2004 Mario Prudentino

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